„Tour de Frites“ op Kölsch

Scuderia Suedstadt Radsport in Köln bei der Tours de Frites

Tour de Frites“ op Kölsch
für eine Handvoll Fritten

Was passiert,

wenn jemand zu viel vom Radfahren in seiner alten Heimat schwärmt.

Was passiert, wenn jemand zu viel vom Radfahren in seiner alten Heimat schwärmt (und den besonderen kulinarischen Genüssen, die man dort genießen kann)?
Die Scuderisti wollen hin!

225 km – für eine Handvoll Fritten?

Nichts leichter als das, dachte sich Laura von der Scuderia Suedstadt in Köln und plante eine Route nach Maastricht – 225 km hin und zurück. Nur um ein paar Fritten zu essen?! Korrekt! Das klingt doch nach der perfekten Idee für einen gelungenen Sonntag. Und so fand sich am Sonntagmorgen spontan eine Gruppe aus 9 teils Langstrecken erprobten Scuderisti am Eierplätzchen in der Südstadt ein.

Scuderia Suedstadt Radsport in Köln bei der Tours de Frites
O.k. dies ist nicht das Eierplätzchen – allerdings ist hier die gesamte Gruppe zu sehen. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 … + Kamera-Scudi.

Angesichts der bevorstehenden Distanz schlackerten uns bereits im Vorfeld die Knie. Egal, unser Kurs und das Ziel waren klar bestimmt – und los ging es: immer Richtung Westen, mit Rückenwind zunächst flott über Elsdorf nach Jülich und dann den alten Bahntrassenradweg hinauf Richtung Alsdorf.

Die Standpumpe als rettende Begleiterin

Ein erster größerer Defekt eines Mitfahrers (Kettenriss) konnte die gute Stimmung nicht trüben, da dieser Dank eines vorausschauenden anderen Mitfahrers, der die „komplette Werkzeugkiste“ im Gepäck hatte, schnell wieder behoben werden konnte. Als kleine Überraschung wartete bei Kilometer 80 als erste Einkehr ein herzlicher Empfang im Garten von Lauras Elternhaus mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen.

Scuderia Suedstadt Radsport in Köln bei der Tours de Frites
„All-Inclusive-Tour“
(Übrigens: Nicht nur der ideelle Wert des „Belegte-Brötchen-Kaffee-und-Kuchen-Buffets“ übersteigt den Scuderia Mitgliedsbeitrag bereits deutlich).

Ein sich ankündigender, schleichender Platten wurde vorsorglich noch einmal aufgepumpt, denn bekanntlich pumpt es sich ja deutlich besser mit einer Standpumpe, die Wasserflaschen wurden gefüllt und dann ging es auch schon über die Grenze.

Scuderia Suedstadt Radsport in Köln Standpumpe als Begleiterin
Wer von uns hatte noch mal die Standpumpe eingepackt?

Über die von Laura im Vorfeld als „limburgische Toskana“ angekündigte Traumstrecke, die ihren Spitznamen redlich verdient hat, ging es ins Geultal bis ins Radsportmekka Valkenburg, dem wohl touristischsten Ort der Niederlande, wo wir den berüchtigten Cauberg erklommen, an dessen Ende sich lange Zeit das Ziel des Amstel Gold Race befand und an dem Philippe Gilbert auch 2012 Weltmeister wurde. Spätestens hier war zu sehen, dass die NiederländerInnen extrem Radsport begeistert sind, traf man doch eine beachtliche Menge größerer und kleinerer Gruppen unterwegs. Von dort aus rollten wir hinab nach Maastricht, überquerten die Maas und fanden uns auf dem Maastrichter Marktplatz ein.

Scuderia Suedstadt Radsport in Köln bei der Tours de Frites
Bergwertung in der „Limburgischen Toscana“

Auf die Fritten folgt die Rampe folgt die Abkühlung

Lauras Aachener Heimatradverein pflegt die Tradition nur zum Fritten essen rüber nach Holland zu fahren, die sogenannte „Tour de Frites“. Aus Köln ist die Anfahrt etwas weiter, dafür schmecken die Fritten aber doppelt so gut und so ließen wir es uns richtig gut gehen. Erst bei der „Friture Reitz“ und dann ein paar Meter weiter im Radsportcafé „Alleycat“, bei dem wir nicht die einzigen Gäste waren, die die Idee hatten an diesem Tag aus Köln nach Maastricht und zurück zu fahren. Praktischerweise gab’s vor Ort eine Standluftpumpe (die wie wir ja wissen wesentlich komfortabler ist) und man konnte direkt einen Ersatzschlauch käuflich erwerben, wovon wir dann auch leider Gebrauch machen mussten.

Scuderia Suedstadt Radsport in Köln bei der Tours de Frites
Gemeinsames Leid, ist geteiltes Leid. 9 Scuderisti reparieren gemeinsam einen Platten und versüßen sich derweil ihr Leben bei Kaffee und Kuchen.

Der Rückweg begann mit einigen Tücken. Schon vor dem nächsten Anstieg, dem Bemelerberg, mussten wir uns wegen eines Gewitterschauers unter einer Brücke unterstellen. Es folgte der nächste Platten einer Mitfahrerin (aber in Limburg wird einem direkt mit einer Standluftpumpe (!) ausgeholfen, weil man zufällig grade vor dem Haus eines Radfahrers steht), keinen Kilometer weiter ein anderer Platten und dann direkt nochmal eine Dusche, die uns kurzzeitig am weiter fahren hinderte. Weiter auf der Tour ging es dann den Kruisberg hoch, eine wirklich fiese kleine Rampe und kaum als wir wieder zurück über die Grenze waren, gab es auch schon den nächsten Gewitterschauer, der uns eine dreiviertel Stunde unter einer Unterführung ausharren ließ, während die Temperatur von 29 auf 15 Grad fiel.

Scuderia Suedstadt Radsport in Köln auf der Tours de Frites
Trinkflasche leer und was erlaube Wettergott – die gute Laune lassen wir uns selbst bei einem Gewitterregen unter der Brücke nicht verderben.

WiederholungstäterInnen – garantiert!

Wer jetzt denkt, die Tour könnte bei so viel Pech auf einmal keinen Spaß gemacht haben, der irrt sich aber gewaltig! Trotz aller Verzögerungen nahmen wir guten Mutes die Rückfahrt nach Köln an, die uns knapp am Nordrand der Eifel vorbei zurück bis in die Südstadt führte. Es gab sogar noch einen weiteren Platten auf dem Rückweg (ja auch in Nörvenich gibt es nette Anwohner, die eine Standluftpumpe anbieten), aber selten wurden an einem Büdchen in der Kölner Südstadt am späten Sonntagabend glücklichere Gesichter gesehen als an diesem Tag! Die überragend schöne Strecke, der herzliche Empfang bei Lauras Eltern, die tolle Truppe und vor allem das Gefühl über sich hinaus gewachsen zu sein und die für den Durchschnitts-Latte-Fahrer doch recht lange Distanz dank gegenseitiger Unterstützung bewältigt zu haben, hinterließen bei allen Mitfahrern eine schöne Mischung aus Erschöpfung und Glückseligkeit. Und alle waren sich einig: Das müssen wir nochmal machen!

QoZ/KoZ! Scuderia Queen und King of Zwiftwoch

Erste offene Scuderia Zwiftmeisterschaft!

„Alter, ist das asozial!“ war nach drei Minuten der erste Kommentar zum Tempo bei der ersten Scuderia-Zwiftmeisterschaft. Jede Menge Dramatik: Technische Probleme, Massen-Zwischensprint, knapper Zielsprint – alles dabei. Hier lest ihr, welche Damen und Herren Sprint-, Berg- und Gesamtwertung geholt haben!

QoZ / KoZ. Quellen: Kilian Freienstein, Zwift.
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Auf den Pfaden eines Einsiedlers. Die „Kultur AG“ der Scuderia Suedstadt goes Bruder-Klaus-Feldkapelle

Scuderia Suedstadt zu Besuch bei der Bruder Klaus Feldkapelle

Als Bruder Klaus seine Frau verließ, um als Einsiedler in Einsamkeit zu leben, hatte er nach 20 Ehe bereits 10 Kinder in die Welt gesetzt. Während weiterer 20 Jahre seines Einsiedlertums soll er nichts zu sich genommen haben – außer Wasser und der Eucharistie. Das machte ihn im Volk bekannt und zum Schutzpatron der Schweiz.

Sccuderia Suedstadt Kultur AG auf Tour
Fachsimpeln bei Banane und Leitungswasser - kein Widerspruch für Scuderisti.

Scuderisti sind im Allgemeinen bislang nicht durch ihr Einsiedlertum aufgefallen und von einem Vereinsmitglied mit 10 Nachkommen wurde ebenfalls noch nicht berichtet.

Und doch, vier Scuderisti machten sich an einem September-Wochenende des Jahre 2020 von der Torburg in der Kölner Südstadt auf ihren Weg in die Eifel nach Wachendorf. Ziel der vier war die ca. 60 km von Köln gelegene Bruder-Klaus-Feldkapelle.

Scuderia Suedstadt Bruder Klaus Kapelle
Schlicht und geradlinig die Architektur - so, wie der Einsiedler selbst.

Ein beeindruckendes Bauwerk des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Bereits aus der Ferne fällt die Kapelle, sehr einsam an einer Anhöhe mitten auf einem Feld stehend, ins Auge. Die Bauherren der Kapelle sollen diese „aus Dankbarkeit für ein gutes und erfülltes Leben“ errichtet haben.

Scuderia Suedstadt in der Bruder Klaus Feldkapelle
Der Innenraum der Kapelle lädt zum stillen Verweilen an; selbst in Trikot und mit Helm.
Scuderia Suedstadt an der Bruder-Klaus-Feldkapelle
Die Löcher in der Außenwand der Kapelle? Findet es bei einem Besuch selbst heraus.

Diegos Desert Dash 2019

Hallo,
für alle die mich nicht kennen. Ich bin Diego, 18 Jahre alt und seit 2016 ein Scuderista.
Vor einigen Tagen hatte ich meine Premiere beim Desert Dash in Namibia.
Der „Dash“ gilt als eines der härtesten MTB Rennen der Welt. Es führt in 24 Stunden über 370 Kilometer durch Gebirge und Wüste von Namibias Hauptstadt Windhoek quer durch die älteste Wüste der Welt bis nach Swakopmund an der Atlantikküste. Es kann als 4er, 2er Team oder als Einzelfahrer gefahren werden. Ich bin in einem 4er Team gestartet, 2 Jungs aus Köln, Chris und Samuel aus dem Omamas Care Center (Heim für Waisen- und Straßenkinder).

Scuderia-Diego und sein Team beim namibischen Desert Dash 2019. (c)

Ihr werdet euch fragen, wie es eigentlich dazu kam.

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Schiefe Bahn 2019 – Recap mit Video

Mit der Scuderia Südstadt auf die schiefe Bahn Bahnrad Stadion Köln

Die Zeit fliegt… Schon ist es wieder über zwei Wochen her, dass wir Sommerfest auf der Albert-Richter-Bahn gefeiert haben und sich die Scuderia mit Freunden und Familien in stabiler Seitenlage befand.

Vielen Dank an https://www.kaposty.com für das herrliche Video mit Musik von Trixie!

Zum zweiten Mal war es absolut fantastisch zu sehen, wie sich das Rad-Stadion mit Leben füllt. Für Gross und Klein gab es reichlich Programm und auch die Gelegenheit, einmal das Fahren ohne Bremsen und mit starrem Gang auszuprobieren. Die anderen genossen schlicht den Sommer mit Live-Musik von Trixie und vom Plattenteller von DJ Soul Blazer. Unserem Ruf nach Köln zu kommen und sich mit uns im Wettstreit zu messen, folgten zu unserer Freude so Einige. Am Start waren Team lifeisaride, Schicke Mütze, SORE Team und Fixedpott, die uns zusammen mit dem VC Frankfurt 1883 e.V. ziemlich nass gemacht haben. Vor Ort entstand noch so manches, nicht unerfolgreiches Team.

Danke an alle, die mit uns gefeiert und geballert haben! Es war ein Fest!

Für Unterstützung danken wir:
Radmarkt Schumacher
Van Dyck Rösterei
StaubundTeer
Maybike Köln
Waidmeister – Cafe Bar

Bilder von Robert Brands und Tom May findet ihr hier.

Im Land der Raketenwürmer – Oder: Warum ich ein geiler Typ bin

 

Serpentinen zum Galibier aus Richtung Lautaret-Pass. (c) Ole Buckendahl

Eigentlich kennt ihr mich als zurückhaltenden, bescheidenen Menschen, der jede Steigung im Bergischen abfeiert. Doch jetzt bin ich mit anderen Scudis zum Tour de France gucken und Radfahren in den Alpen und in der Auffahrt zum Col du Glandon ist die Erkenntnis in mich gefahren: Ich bin ein geiler Typ! Warum? Und was sind eigentlich Raketenwürmer? „Im Land der Raketenwürmer – Oder: Warum ich ein geiler Typ bin“ weiterlesen

Kein Troistpreis in Troisdorf – Scudi-Überraschungssieg durch Fabio!!!

Portugese Power am Start. (c) Ole Buckendahl.

In Spich gab es Sonntag für die Scuderia mehr als nur Trostpreise. Hier lest ihr, wie die portugiesische Maquina es geschafft hat, zu gewinnen. Außerdem erzähle ich von Spießbraten, dass euch das Wasser im Mund zusammenläuft. Und trotz der ganzen Glückseligkeit habe ich auch noch etwas zu meckern. „Kein Troistpreis in Troisdorf – Scudi-Überraschungssieg durch Fabio!!!“ weiterlesen