Super Brevet London-Edinburgh-London (LEL)

Bastian Schlaak von der Scuderia Südstadt hat  im August 2022 auf die Insel „rübergemacht“ um 37.000 kcal auf über 15.000 Höhenmetern zu verbrennen.
Hier gibt es die gesamte Erfahrung Bastian zur Vorbereitung und erfolgreichen Teilnahme am LEL als komprimiertes Wissen auf einer Seite.

Tag 1. Start in London um 6:45 Uhr

„The route planner must have been an ten years old angry child on a power trip!” – So zumindest beschrieb ein mitfahrender Schotte (oder Engländer? Ist im Zweifel ja auch egal) die diesjährige Route auf dem Super Brevet London-Edinburgh-London (LEL). Ich habe da eher die Theorie, dass der Routenplaner für jede Steigung mit deutlich >10% einen Bonus bekommen hat. Aber da man ja mit den guten Dingen beginnen soll, sparen wir uns das „Gejammere“ über die Route für später auf.

Am Sonntag ging es für mich morgens um 06:45 Uhr in London los. Mit mir zusammen sind etwa 20 weitere RadonneureInnen auf die gut 1.500 km lange Strecke des Super Brevets gegangen.
 Ein Super Brevet ist im Prinzip ein ganz normales Brevet, also eine Langstreckenfahrt mit einem Zeitlimit aber ohne Wertung der Platzierungen. Für LEL betrug das Zeitlimit 128 Stunden und 20 Minuten. Das Ganze läuft auf der Strecke viel entspannter ab als ein Rad-Marathon. So werden die rund 1.600 Starter bei LEL über den ganzen Tag verteilt gestartet, um die Kontrollen zu entlasten. Im Gegensatz zu normalen Brevets finden Super Brevets nur alle vier Jahre statt.
Der wohl bekannteste Super-Brevet ist Paris-Brest-Paris, welcher im nächsten Jahr stattfindet. In der Regel sind bei den Super Brevets auch Schlafmöglichkeiten an den Kontrollen vorhanden und es gibt ausreichend Essen, um seine Speicher zu füllen.

Schon an der ersten roten Ampel in London wurde schnell klar, dass es einige es aus meiner Startgruppe sehr eilig hatten und so ziemlich jede rote Ampel ignorierten. Alle anderen dann hinterher. Da ich mir vorgenommen hatte, entspannt zu starten, war ich nach 10 Minuten komplett alleine und somit der Letzte meiner Startgruppe. Aber die Etappe war mit 119km relativ lang und kaum hatte ich die Vororte hinter mir gelassen, schloss ich auf meinem Auflieger liegend schnell auf die Gruppe wieder auf und fand mich recht schnell in der führenden Rolle wieder. Wenig später kamen von hinten zwei sehr schnellen Briten mit einem Franzosen im Schlapptau angeschossen und ich nutze die Gelegenheit für einen flotten Windschatten. Die ersten 119 km vergingen dann bei sehr netten Gesprächen wie im Flug und trotz der fast 900 HM stand der Schnitt bei >29km/h. Wollte ich es nicht ruhig angehen lassen? Landschaftlich ging es ganz nett über zumeist bewaldete Hügel.

Als zweiter Abschnitt warteten 90 flache Kilometer auf den gefürchteten Fens auf uns. Topfeben, lange gerade Strecken und immer den Wind von vorne. Nach der ersten Essenspause in St. Ives war ich dann mit dem Franzosen zusammen unterwegs. Wir machten gut Druck und wechselten uns jeden Kilometer mit der Führungsarbeit ab. Allerdings mussten wir nach rund 30 der 90 km doch einsehen, dass wir es besser ruhiger angehen lassen sollten und nahmen etwas das Tempo heraus. Unterwegs sammelten wir eine Schottin und einen Briten ein. In dieser Vierer-Gruppe ging es dann auch bis zur letzten Etappe des Tages zusammen weiter. Unterwegs mit einer Cola gestärkt erreichten wir mit Boston die zweite Kontrolle mit einem guten 28er Schnitt. Und es waren alle froh, dass es nach Boston hügeliger wurde… Noch…


In den ersten zwei Kontrollen war das Essen zumindest auf dem Hinweg leider rationiert, so dass es eher einem spärlichen Häuflein als einer angemessenen Portion glich. Unsere Angst, dass wir nicht genug zu essen bekämen war zum Glück ab der dritten Kontrolle unbegründet. Das Essen als solches war typisch britisch. Es war OK. Aber ich hätte mir einfach öfter mal Nudeln mit Sauce gewünscht. Die gab es leider nur sehr selten.


Von Boston ging es auf sehr kurzen 53km nach Louth. Und hier kamen sie zum ersten Mal. Diese Rampen. Diese 10%++ Rampen. Aber dazu später mehr… Nach einer relativ langen Pause starteten wir guter Dinge in Louth und hatten auch etwas Spaß an den Hügeln. Das Tempo ging in der Gruppe merklich runter, was mir aber auch entgegenkam, da ich Angst hatte, es am Anfang etwas übertrieben zu haben. Landschaftlich war der Abschnitt schön und wir kamen recht entspannt mit einem 25er Schnitt in Hessle an.
Von Hessle ging es noch einmal 67 km durch die Nacht nach Malton. Es war mein letzter Abschnitt vor der ersten Schlafpause. Da wir komplett im Dunklen fuhren, habe ich von der Landschaft nicht viel mitbekommen. Unsere kleine Gruppe wurde merklich müder und ich musste an den kurzen aber knackigen Anstiegen immer wieder oben auf die anderen warten, was aber auch OK war. Etwa gegen 1:30 Uhr sind wir am Ziel angekommen. Nach dem Essen habe ich mich schlafen gelegt und ließ mich gute 2,5h später um 5 Uhr wecken.

Tag 1 in Zahlen:
·       386 km
·       2.770 HM
·       14:27h Bewegungszeit
·       26,6 km/h (netto)

Tag 2. Kurz mal schlafen und weiter geht´s!

Die Kontrollen sind in der Regel in Schulen mit Turnhallen untergebracht. In den Turnhallen gibt es aufblasbare Luftmatratzen, die alle durchnummeriert sind. Wenn Platz ist (ich war immer weit genug vorne, so dass ich nie Platzprobleme hatte), geht man zur „Schlafplatzverwaltung“ und sagt, wie lange man schlafen will. Man bekommt ein Bett zugeteilt und es wird notiert, wann man geweckt werden soll. Dann legt man sich schlafen. Ohropax dringendst (!!) erforderlich und auch eine Augenmaske ist sehr zu empfehlen. Und zur abgestimmten Uhrzeit wird man geweckt. Welch ein Service!
Die Schlafplatzverwaltung wie vieles andere auch wird von den Volunteers erledigt. Alle Freiwilligen waren superfreundlich, extrem hilfsbereit und immer für uns FahrerInnen da! VIELEN DANK dafür an alle Freiwillen, welche diesen Text vielleicht lesen sollten! Ich habe es am Anfang gar nicht realisiert, aber durch meine relativ frühe Startzeit und das für die Strecke diesen Jahres recht hohe Tempo war ich immer deutlich vor der Masse der Starter unterwegs. So kam es, dass es teilweise mehr Helfer an einer Kontrolle gab als Fahrer. Aufs Essen musste ich daher auch nie warten. Uns wurden sogar mehrfach die Flaschen aufgefüllt, ohne dass wir irgendetwas machen mussten.

Mit ein paar Stunden Schlaf und relativ guten Beinen ging es dann in den zweiten Tag. Gewissermaßen kam jetzt der Mann mit dem Hammer. Zumindest für mein Wunschziel der sub 100 h. Der sechste Abschnitt führte auf gut 110 km von Malton nach Bernard Castle. Auf dem Papier mit 1200HM nicht all zu wild. Aber… Am Ende waren es gut 1.400 HM. Und was für welche. Rampe nach Rampe. Denkt dabei am besten ans Bergische und packt auf jede Rampe 2-4% Steigung drauf. Es ging durch einen landschaftlich traumhaften Abschnitt, was zum Teil für die Rampen entschädigen konnte. Aber meine Beine wurden ganz schön ausgequetscht. Regelmäßig über 14% und mehr bergauf fahren zu müssen ist mit bepacktem Rad (bei mir ohne Wasser und Essen rund 13kg) auf Dauer harte Arbeit. Die erste Geheimkontrolle auf halber Strecke mit ein paar Riegeln und der Möglichkeit Wasser aufzufüllen war meine Rettung, da es auf der ersten Hälfte keine wirkliche Verpflegungsmöglichkeit gab. 17km hinter der Kontrolle sah ich dann auf der linken Seite andere Radler an einem Village Shop stehen und konnte nicht widerstehen, mich mit Cola und Snickers zu stärken. Nachdem ich in Bernard Castle angekommen war, ahnte ich schon, dass es mit den 100h knapp wird, zumal jetzt mit der nächsten Etappe die eigentliche Königsetappe auf dem Plan stand und ich bereits nach der ersten Etappe recht erschöpft war.

Mit vollem Magen ging es nun auf der nächsten Etappe auf 90 km und mit mehr als 1.400 HM über zwei Gipfel nach Brampton. Eigentlich war geplant, dass es traditionell über Yad Moss gehen sollte. Aufgrund einer Baustelle musste die Route aber kurzfristig geändert werden. Ein paar KM extra und gute 500 HM dazu. Und was für welche. Richtung Norden so bis 14% – und nein, nicht nur auf 100m…. Bergab dann mit 19% (!) ins Tal schießen. Ich realisierte erste am Ende der Etappe, dass wir das genauso wieder zurückfahren mussten. Also 19% bergauf! Zwischen den beiden Gipfeln habe ich eine mit 30 Minuten relativ lange Pause gemacht und bin über einen kleinen Laden hergefallen, um Cola und Zucker zu besorgen. Das Schöne an LEL ist, dass man bei diesen Pausen immer wieder mit anderen (meist) sehr netten RadonneurenInnen ins Gespräch kommt. Das Wetter war wieder einmal super schön und an dem Tag perfekt zum Radeln.

Worüber ich mich sehr geärgert habe, ist, dass einige Fahrer abgekürzt haben und sich an der Baustelle vorbei über Yad Moss nach Brampton begeben haben, obwohl die Route dem Reglement nach verpflichtend war. Zweimal abgekürzt spart doch erheblich an Kraft.
Auch der Weg zum zweiten Gipfel war sehr schön. Auf der Abfahrt vom zweiten Gipfel habe ich einen Schweizer eingesammelt und wir haben uns dann auf dem Weg zur Kontrolle abgewechselt. Er hat mich bei den Gegenanstiegen etwas gezogen und ich bergab im Auflieger etwas Tempo gemacht. Obwohl die Etappe nur einen Schnitt von 21,5 km/h hatte war ich gut erschöpft in der Kontrolle. Ich hatte dort meinen ersten Bag Drop und nach einer Dusche ging es mit frischen Klamotten weiter Richtung Norden. Theoretisch noch 2 Etappen bis zum Wendepunkt.

Ich fuhr diese 75km Etappe nach Moffat komplett mit dem Schweizer zusammen. Auf den letzten KM sammelten wir noch ein paar weitere Radler ein. Die ersten 20km waren total ätzend im abendlichen Berufsverkehr wurde man von einem Auto nach dem anderen überholt. Dazu noch die LKWs und Landmaschinen.

Wer in England und Schottland mit dem Rad unterwegs ist, dem sollte bewusst sein, dass es keinen Mindestüberholabstand gibt. Gebremst wird hier beim Überholen auch kaum. Radfahrer werden vom motorisierten Verkehr noch mehr als Hindernis empfunden, als in Deutschland. Sehr enge Überholvorgänge mit hohem Tempo sind die Regel, nicht die Ausnahme. Auch auf engen, von Hecken eingesäumten Feldwegen ohne Sicht wird knallhart überholt oder es kommt von vorne ein Jeep um eine enge Kurve geschossen. Ich hatte mehrere unschöne Situationen. Gefühlt etwas häufiger als bei uns in Deutschland.

Nach den 20km an der Hauptverkehrsstraße wurde es landschaftlich nicht schöner, sondern es ging erst einmal fast 40km parallel an einer Autobahn entlang. Mit müden Beinen wirkt sich das nicht unbedingt positiv auf die Motivation aus. Zumindest entschädigten die letzten 10km landschaftlich etwas und ich war gegen 21 Uhr an der Kontrolle. Dort traf ich einen Bekannten, mit dem ich den 400er Brevet des Ruhrgebietes gemeinsam gefahren bin. Er wollte auch sub 100h fahren und hat sich über die dutzenden Rampen im Laufe des Tages genauso beschwert wie ich. Seine Beine waren auch nicht mehr so gut und bis zum Wendepunkt wären es noch einmal mehr als 110km mit gut 1100HM. Wir haben dann beide entschieden, vom 100h Ziel Abstand zu nehmen, möglichst alles bei Tag zu fahren, um die Landschaft zu genießen und sich keinen Stress mehr zu machen. Genussmodus an sozusagen :D. Um 22 Uhr ging es ins Bett. Wecken um 3 Uhr. Also 5h Schlaf. Genuss pur für einen solchen Super Brevet.

Tag 2 in Zahlen:
·       287km
·       3500HM
·       12:28h Bewegungszeit
·       23 km/h (netto).

Tag 3. Der frühe Vogel ... ist hart im Nehmen. Der Spaß beginnt um 4 Uhr.

Morgens um 4 ging es dann gemeinsam los. Wir sind von hieran als Zweierteam bis zum Ende gefahren. Gemeinsam über die Ziellinie also :).

Direkt zu Beginn standen 300 HM auf dem Plan. Es war noch recht kalt aber durch das entspannte bergauf fahren bei rund 5% durchschnittlicher Steigung wurde einem jedoch nie kalt. Auf dem Anstieg kassierten wir rund 10 früher gestartete RadonneureInnen ein. Kein Rennen, oder? Trotzdem sehr motivierend, wenn man überholt, anstatt überholt zu werden ;). Bergab merkte ich, dass etwas mit meinem Magen nicht passte. Mir wurde richtig übel, konnte nicht mehr auf dem Auflieger fahren, da das den Magen zu sehr komprimiert hat. Es gab auf der Etappe wunderschöne Blicke.

Gegen Ende wurde der Magen etwas besser. Aber ich konnte 3h nichts essen. Nicht gut auf einem Langstrecken-Event. Bei schönstem Sonnenlicht überquerten wir den Forth bei Edinburgh. Nach der Humber Bridge vor Hessle die zweite sehr schöne Brückenquerung Richtung Norden. An der Kontrolle haben wir uns dann richtig Zeit gelassen. Wir waren jetzt ja im Genießer-Modus ;). Außerdem hatten wir die Halbzeit erreicht! Ich musste etwas Milch am Hinterrad nachfüllen. Ansonsten wurde ich aber von Pannen komplett verschont. Von einer verlorenen Schraube meines SPD Cleats mal abgesehen.
Von Dunfermline ging es jetzt durch Edinburgh nach Innerleithen. Die erste Etappe Richtung Süden also. Bei dieser Etappe war es nicht verpflichtend, dem Track zu folgen.

So sollte schnellen FahrerInnen die Möglichkeit gegeben werden, die volle Innenstadt von Edinburgh zu meiden, in der gerade das Fringe-Festival stattfand. Aber wir wollten Edinburgh sehen und folgten dem Track. Viele Fotos haben wir auch gemacht. Genuss-Modus eben. Als wir auf einmal schon fast aus Edinburgh heraus waren, stellten wir fest, kaum etwas gesehen zu haben. Vor allem nicht das Castle. Zurück also in die Stadt und mit dem Rad durch die Festival- und Touristenmassen schiebend ins Castle und dort ein Eis essen. Auf dem Rückweg aus der Stadt noch entspannt Cola und Snickers besorgt. Meine Rad-Diät halt. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Mezzo Mix vermisst habe? Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen haben, windet sich die Straße langsame Bergauf Richtung Innerleithen. Dort angekommen hatten wir den mit rund 20km/h niedrigsten Schnitt insgesamt. Ob das wohl an der Stunde schieben, stehen, gehen in der Stadt lag? Wert war es das auf jeden Fall!

Und zu den Cleats: Nach der Stadt-Wanderung wollte mein rechter Schuh nicht mehr einklicken. Das schottische Kopfsteinpflaster hat eine Schraube aus den Cleats gesogen. Als ich zu meinem Mitreisenden dann nur sagte, dass ich Ersatz dabeihabe, fing dieser an zu lachen und fragte, ob ich die Schraube absichtlich gelockert hätte.



Nach einer weiteren Kalorienaufnahme im englischen Stil ging es weiter nach Eskdalemuir. Landschaftlich einer der beeindruckendsten Abschnitte der Tour. Und die Kontrolle war auch besonders. Die besten Käse-Nudeln der Tour, extra Musik für uns und Cola und Snickers satt. Außerdem erfuhren wir, dass bisher nur rund 120 der 1600 gestarteten TeilnehmerInnen diese Kontrolle passiert haben. Das hat uns dann doch überrascht – zumal wir uns ja nicht gerade abgehetzt haben.

Eine Etappe lag noch vor uns: Auf nach Brampton, um dann am nächsten Morgen die harten 19% bergauf mit frischen Beinen angehen zu können. Die 60 km mit rund 600 HM zogen sich doch ziemlich. Als besonders beeindruckend ist mir die ganze Etappe auch nicht im Kopf geblieben. Aber zumindest waren wir zurück in England. Wir sind so gegen 21 Uhr angekommen und ließen uns nach rund 5h Schlaf wieder um 3 Uhr wecken.

Tag 3 in Zahlen:
·       302km
·       3400HM
·       12:43h Bewegungszeit
·       23,5 km/h (netto)

Tag 4 - oder : "Die Angst-Etappe".

So konnten wir morgens um 4 Uhr pünktlich in unserer „Angst-Etappe“ starten. Wir hatten uns fest vorgenommen, an den steilsten Stellen zu schieben und entsprechend Kräfte zu sparen. Zumal es sehr heiß werden sollte. Zu Beginn hieß es aber erst einmal rund 30km leicht aufwärts zum Startpunkt des ersten Anstieges zu fahren. Auf dem Weg hierhin überholten wir wieder einige andere TeilnehmerInnen. Häufig überholten wir am Tag immer wieder die gleichen TeilnehmerInnen. Wir waren auf dem Rad zügig unterwegs, ließen uns aber an den Kontrollen viel Zeit zum Essen und Quatschen mit den anderen. Und was soll ich sagen: Überholen motiviert doch auch am letzten Tag noch sehr gut :).


Bei KM 30 begann der erste harte Anstieg mit bis zu 19%. Und wie war das mit dem Absteigen? Keiner von uns beiden wollte sich vor dem anderen die Blöße geben, zuerst abzusteigen. Obwohl das wohl sicherlich cleverer gewesen wäre ;). Aber alles in allem sind wir gut hochgekommen. Auch wenn ich auf der Straße Zick-Zack gefahren bin. Bergab in das Tal zwischen den beiden Anstiegen haben wir es gut laufen lassen und die traumhafte Landschaft genossen. Unten angekommen war die Sonne dann auch da. Also schnell die Armlinge und Knielinge ausgezogen und los ging es in Anstieg Nr. 2. Und der war noch härter als der erste Anstieg… Oben wartete ein alter Herr an seinem Wohnmobil mit Wasser und selbstgemachter Limonade. Hätten wir gewusst, dass es sich bei ihm um Mr. Audax UK gehandelt hat, wären wir sicherlich auch kurz stehen geblieben. Wir wollten aber schnell weiter nach Bernard Castle. Unten zog es sich dann etwas, aber nach gut 4h sind wir mit einem knappen 22er Schnitt und rund 1500HM auf 90km sehr gut durchgekommen. Immerhin haben unsere Beine bis zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 1000km in den Beinen!

Wie gewohnt gönnten wir uns eine längere Pause, da die nächste Etappe mit 112km auch wieder recht lang werden würde. Auch addierten sich auf der zweiten Etappe des Tages nach Malton weitere 1.300 HM dazu. Und es wurde heiß. Bei etwa der Hälfte der Etappe stoppten wir an einem Pub für einen Pint of Coke und eine Tüte Chips. Wir hatten sehr gehofft, dass es auf dieser Etappe die zweite Geheimkontrolle mit Versorgungsmöglichkeit geben würde. Die gab es aber leider nicht. Was es dafür mal wieder in Massen gab: Steile Anstiege. Man muss sich das so vorstellen, dass man durch den Wald fährt und auf einmal steht hinter einer Kurve eine 18% (!!!) Rampe, die rund 300m lang ist vor einem. In diesem Augenblick habe ich meinen Mitstreiter das erste Mal richtig laut und nicht jugendfrei fluchen gehört. Wir haben fast 5h für den Abschnitt gebraucht und waren in Malton gut erschöpft.

Von Malton aus sind wir am Abend nach Hessle gefahren. Da wir schon ordentlich erschöpft waren, ließen wir es relativ ruhig angehen. Die Landschaft war gefühlt schöner, als auf dem Hinweg. Was aber vor allem auch daran lag, dass die auf dem Hinweg im Berufsverkehr befahrenen Straßen jetzt relativ leer waren. Die rund 67km zogen sich doch gerade am Ende sehr. In Hessle angekommen bin ich erst einmal mit meinem 2. Bag Drop unter der Dusche verschwunden und habe mich hinterher über das schöne Gefühl frischer Klamotten am Körper sehr gefreut. Wirkte wohl motivierend, dann auf der folgenden letzten Etappe des Tages nach Louth meinte mein Mitfahrer, dass ich wohl gut Druck machen würde ;). Wir sind gegen 21 Uhr in Hessle gestartet. Nach Louth mussten wir noch einmal über die Humber Bridge und in Summe waren es 60km mit rund 600HM. Diese spulten wir im Dunklen gut herunter. Langsam kam der Punkt, dass man einfach nur noch fertig werden wollte. Wir stoppten noch einmal zur Versorgung. Na klar, Cola. Der Schnitt lag nur noch bei 23km, was gut zeugt, wie geschafft wir waren. Nach einem ordentlichen Abendessen sind wir so gegen 0:30 Uhr schlafen gegangen, um uns um 3 wecken zu lassen…

Tag 4 in Zahlen:
·       329km
·       4.200HM
·       14:39h Bewegungszeit
·       22,5 km/h (netto)

Tag 5. Das Bergische auf Steroiden.

Tag 5 am Morgen: Eigentlich wollten wir ja schon im Ziel sein, aber so mussten wir halt noch einmal ran. Die finalen 260km warteten auf uns. Mein Mitfahrer hat auf dem Abschnitt Richtung Boston gut Druck gemacht, so dass wir dort zügig ankamen. Jetzt warteten aber wieder die gefürchteten flachen Fens auf uns. In der Kontrolle saßen zu dem Zeitpunkt etwa 4-5 andere Mitfahrer und ich hatte die Idee, mit diesen eine gemeinsame Gruppe aufzumachen, um zügig aber entspannt in der Gruppe durch die Fens zu kommen. Zwei Deutsche und ein Holländer schlossen sich uns an. Wir kamen zügig voran und wuchsen auf den ersten 10km schnell auf 10 Personen an, da wir Einzelfahrer überholten, die sich uns anschlossen. Das Tempo wurde dadurch aber immer schnelle und nach ein paar weiteren Kilometern waren wir nur noch zu sechst. Den anderen war das zu schnell. Mit diesen sechs lief es aber genial. Wir flogen mit teilweise 36km/h auf dem Tacho durch die Fens. Und inklusive der ganzen Ortsdurchfahrten stand am Ende der Etappe von 90km ein Schnitt von 30,8km/h auf dem Tacho. Nach mehr als 1400km in den Beinen.

Wir hatten die Kontrolle St. Ives für uns alleine und fuhren in der Sechser-Gruppe noch die nächsten 20km bis Camebridge. Dort wartete ein Freund meines Mitfahrers auf uns und wir drehten noch eine extra Runde durch die Stadt. Nach der schönen Extra-Runde ging es für uns dann auf die letzten 100km, welche durch das sehr warme Wetter etwas zäh wurden. Nach den flachen Fens wurde es noch einmal hügelig bis zum Zielort in Debden. Die Götterspeise und vor allem die Wassermelone in der letzten Kontrolle in Great Easton wirkten wunder. Und gerade auf den letzten km zogen wir das Tempo noch einmal an. Für die letzten 2 Etappen lag der Schnitt für 117km mit 850HM immerhin noch bei über 26km/h.

Wir kamen letztlich am Donnerstag nach rund 106 h um 16:45 Uhr gesund, pannenfrei und mit einem breiten Grinsen im Gesicht in Debden an.
Dort waren wir unter den 120 ersten Finishern. Genaue Zahlen gibt es nicht, da die Plätze ja nicht gewertet werden. Unter den 120 waren zudem wohl einige RadonneureInnen, die vorzeitig umgedreht sind.

Die finale Finisher-Quote ist noch nicht bekannt gegeben worden. Es sollen in etwa 50% der 1600 gestarteten FahrerInnen im Zeitlimit ins Ziel gekommen sein. Das wären noch etwas weniger als die 40% DNF-Quote der letzten Ausgabe, bei der ein böser Sturm am Ende für viele Abbrecher gesorgt hat. Dieses Mal war es die Route. Auf dem Papier waren es mit rund 15.000 HM auf 1.550 km nicht besonders viele Höhenmeter. Aber die Art der Höhenmeter war das Problem. Unmengen steiler Rampen.

Gefühlt wie das Bergische auf Steroiden. Zudem waren es rund 100km mehr als bei der letzten Ausgabe. Aber immerhin gab es aus Organisatorkreisen die Aussage, dass es beim nächsten Mal nicht schwerer werden wird. Alles in allem war es ein super Brevet, ein kleines Abenteuer und auch eine körperliche Herausforderung. Es hat mit sehr viel Spaß gemacht. Ob ich beim nächsten Mal wieder am Start stehen werde? Das wird sich zeigen.
 Zum Abschluss noch einmal vielen herzlichen Dank an das gesamte LEL-Team, die super Organisation und an alle Freiwilligen, ohne welche dieses Event so nicht möglich gewesen wäre!


Ein paar Zahlen zum Abschluss:


• 15h Schlaf in 4 Nächsten (relativ viel für einen Super Brevet)


• 1.557 km


• 15.224 HM


• 24,5km/h Netto-Schnitt


• Puls von 115 im Schnitt bei 138 Watt (170 normalisiert), 239W über 20 Minuten


• 37.401 Kalorien

Wahoo Rival Crit Köln

Wahoo RIVAL CRIT Köln Scuderia Südstadt Radrennen Köln im Oktober 2022

Das Wahoo Rival Crit Köln - das 1. Rundstreckenrennen der Scuderia Südstadt und des Team Colonia Kids

Die Planungen des Rennens laufen auf Hochtouren! Am 2. Oktober 2022 soll das gemeinsame Radrennen der Scuderia Südstadt und unsers Rennteam Team Colonia Kids in Köln Poll stattfinden.

Hier geht´s zur Anmeldung und zu weiteren Infos zum Rennen.

Wir halten euch auf allen Kanälen zu den Informationen des Starterfeldes, Startzeiten, Anmeldung etc. auf dem Laufenden und freuen uns auf euch!

Schaut einfach immer mal wieder auf unsere Homepage bei Instagram oder auch bei Facebook vorbei.

2.000 Meter und der Dom in Reichweite. Die Streckenführung des Poller Crit.

Die Strecke des Poller Crit beträgt ca. 2 km zudem sind pro Runde grob geschätzt etwa 0 (null) Höhenmeter zu absolvieren – Bergspezialisten sollten somit keinen Vorteil auf dieser Strecke haben.

Abhängig von der Art des Teilnehmerfeldes sind mehrere Runden zu absolvieren – die Details hierzu reichen wir in Kürze nach.

1. Platz bei Rund um Köln 2022 – Fabio von der Scuderia Südstadt gewinnt den Velodom 70

Scuderia Südstadt gewinnt Rund um Köln 2022 Velodom 70
Rund um Köln 2022 Scuderia Südstadt mit 41 Teilnehmer*innen
Thekenmannschaft auf der Bühne.

Wir sind noch ganz geflashed vom Rund um Köln 2022. Unglaubliche 41 Scuderisti waren dieses Jahr auf der Strecke – Leute, ihr seid der Hammer. Nach gefühlten 10 Jahren Abstinenz waren wir heiß wie Frittenfett. Und es war großartig – unser Dank geht an die Organisatoren des RuK 2022.

Uups, he did it again!

Scuderia Südstadt gewinnt Rund um Köln 2022 Velodom 70
Bühne frei. Fabio auf dem Siegertreppchen – Blumenstrauß inklusive.

STOLZ wie Oscar sind wir auf die Hammer-Platzierungen von Fabio, Timo, Patrick, Simon und der vielen anderen Scuderisti.
Fabio räumte beim Velodom 70 den 1. Platz ab – YEAH! Damit knüpft er an seinen 1. Platz beim RuK 2019 an. Danach ging’s praktisch im Sekundentakt auf der Ziellinie weiter. Haarscharf hinter Fabio folgten Timo auf der 4. Position – womit er zugleich den 1. Platz in der Studierendenwertung belegte – und fast Zeitgleich danach Simon vom Team Colonia Kids auf dem 5. Rang. Patrick von der Scuderia rundete den erfolgreichen Tag mit seinem 10. Platz beim Velodom 125 ab!

Scuderia Suedstadt Rund um Köln
Timo – unsere Nr. 1 unter den Studierenden.

Und schon jetzt freuen uns auf den RUK 2023 – am 21. Mai!

Scuderia Women´s Ride

Scuderia Suedstadt Frauen Rennrad AnfängerinnenAusfahrt

Seit Mai 2022 bietet die Scuderia jeweils mittwochs eine Rennrad-Ausfahrt für Frauen an. Die Runde führt in ruhigem Tempo über schöne Feldwege.

Wir fahren so, dass auch Neu- und Wiedereinsteigerinnen gut mitfahren können. Wir achten darauf, dass niemand überfordert wird. Die Ausfahrt eignet sich also auch für alle Frauen, die das Rennradfahren einmal ausprobieren wollen.

Gestartet wird in der Regel an der Severins-Torburg in der Kölner Südstadt.

Übrigens: Als „Thekenmannschaft“ stoßen wir zum Ausklang noch gemeinsam mit z.B. einem alkoholfreiem Bier oder einer Limo an.

Wir freuen uns auf Dich!

Noch ein paar organisatorisch Punkte:
Bevor Du mittwochs zum Treffpunkt kommst, schau bitte in unserem MeetUpPlanner (MUP) nach, ob die Ausfahrt tatsächlich angeboten wird und melde Dich dann über den MUP für die Tour an.
Das ist wichtig für unsere Guides, damit diese besser planen können und für Dich, damit Du Dir einen der begrenzten Plätze sichern kannst. Solltest Du wieder abspringen müssen, melde Dich im MUP wieder ab. So gibst Du den Platz für eine andere Mitfahrerin frei.
Bitte beachtet auch unsere Sicherheits- und Hygiene-Regeln und weitere Infos zu unseren Ausfahrten.

Queen and King des Scuderia Zwiftwoch 2022

Der Frühling kommt und die Zwiftsaison nähert sich ihrem Ende – Zeit, auch dieses Jahr wieder die Queen und den King des Scuderia Zwiftwochs zu ermitteln – am 9. März 2022 um 20:00 Uhr war es wieder soweit.

Das Rennen war offen für jeden und wir haben uns wirklich über alle Teilnehmer:innen gefreut. Egal, ob diese schon mal beim Scuderia Zwiftwoch dabei waren oder nicht – selbst absolute Neueinsteiger die zum ersten Mal gezwiftet haben waren herzlich willkommen! Und natürlich haben wir uns des weiteren über die vielen Zuschauer gefreut, die per Videokonferenz live und zur Unterstützung der Fahrerinnen und Fahrer zugeschaltet waren!

Who is Queen and who is King 2022?

BAM! Unsere Scuderia Zwiftwoch Queen 2022 ist STEFFI!
Dicht gefolgt von Natascha und Pia auf den Plätzen 2 und 3.
HERZLICHEEEEEEN GLÜCKWUNSCH!

Jede Queen braucht … natürlich: einen stattlichen King. Der glückliche Thronfolger 2022 ist King FABIAN, Felix und Carlo folgen auf Platz 2 und 3 und lauern für 2023 schon für die royale Thronfolge. Übrigens: Unser New King Fabian stieg während des Rennens selbst dann nicht vom Rad, als der Lebensmittel-Lieferservice Sturm klingelte um die Kiste Powerriegel bei ihm abzuladen. Wow – das ist pure Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft.

Single, Doubel, Trippel – geht da noch mehr?

Am Rande bemerkt, wie sollte es auch ander sein: Steffi war auch beim Sprint am schnellsten, wie auch Fabian bei den Männern. Aber nicht nur das, sowohl Queen Steffi ist auch The-Big-Tripple gelungen – denn auch den Volcano KOM hat sie für sich entschieden, Felix bei den Männern!
Und so freuen wir uns schon jetzt wieder auf den Winter 2022/23 – wenn es wieder heißt: Rauf auf die Rolle, it´s Scuderia Zwiftwoch!

Scuderia Wintercoppa

Die Scuderia Südstadt startet mit 10 Teams in der Wintercoppa 2021

Mit der unvorstellbar großen Anzahl von 10 Teams mit insgesamt 46 Scuderisti ist die Scuderia Südstadt im November erfolgreich in den Winterpokal (aka „Wintercoppa“) gestartet. Neben der „Strampelkoalition“, den „Frosty Chain Freezers“ und 8 weiteren Teams mit mitunter wundersamen Namen, tritt dieses Jahr erstmalig (?) ein Einzelkämpfer an (well done) – das Team „46“. Dieses Novum werden wir vereinsintern zur möglichen Nachahmung im nächsten Jahr genau beobachten. In der Zwischenzeit drücken wir Jonathan jeden verfügbaren Daumen.

Jedenfalls werden wir in den nächsten Monaten gemeinsam viel Winter-Spaß haben. Jedes der Teams freut sich bereits heute darauf im 27. März 2022 die Coppa in die Höhe zu reißen.

Übrigens: Am aussichtsreichsten sieht es derzeit für das mit 421 Punkten führende Team „Allez-les-bleus“ aus – das Team „46“ liegt mit einigem Abstand mit bislang alleinstehenden 61 Punkten noch auf dem letzten Platz. Aber es ist noch nicht aller Tage Abend!

Stay tuned!

NRW Cross-Cup Kendenich 2021

Scuderia Südstadt Köln Rennrad Frauen Radsport Cross Rennen Hürth Kendenich
Scuderia Südstadt Köln Rennrad Cross Rennen Hürth Kendenich

Einsatz an der Abbruchkante

Die Scuderia Südstadt beim NRW Cross-Cup in Hürth-Kendenich 2021.

Wenn im Herbst der Duft von Rievkooche mit Glühwein und die Lautsprecherdurchsage der Startzeiten über den Sportplatz in Kendenich wehen ist wieder Raceday auf Stollen angesagt!
Beim 2. Lauf des NRW Cross-Cup der Radsportfreunde Kendenich 2002 e.V. waren nicht nur rund 200 Aktive am Start, sondern auch über 20 Scuderisti in fast allen Klassen gemeldet.

Von Emil und Theo im Kids-Cup bzw. U15 bis zur Ü50 waren wir fast überall dabei – und mit Katrin I, Jenny S., Robert, Christian K. und Christian M. sogar 5 Scuderisti wieder auf dem Podium.

Für alle anderen zählte nach dem Zielstrich der Erfolg, die Schinderei zwischen Kendeclimb und der „Mauer“ hinter sich zu haben – und endlich viele bekannte Gesichter wiederzusehen, ob DSDler, RCBler oder viele weitere Scuderisti, die zum Anfeuern an die Strecke gekommen waren und das Cross-Rennen in Kendnich wieder auch zu einem großen Familienfest machten.

Allen Beteiligten viel Spaß und Erfolg weiterhin – nächste Station: Kleve.

Scuderia Südstadt Köln Rennrad Cross Rennen Hürth Kendenich
Scuderia Südstadt Köln Rennrad Cross Rennen Hürth Kendenich
Scuderia Südstadt Köln Rennrad Cross Rennen Hürth Kendenich
Scuderia Südstadt Köln Rennrad Cross Rennen Hürth Kendenich

Runter vom Sattel, hoch auf´s Treppchen

Scuderia Suedstadt NRW Cross Cup Siegerehrung

Im Albert-Richter-Radstation gehen die Lichter aus

Scuderia Suedstadt Rennrad Radsport Köln Albert Richter Stadion

Abschied vom Radstadion in Köln

Am 28. Oktober 2021 nahmen Vertreter der Radsportverbände, der Stadt Köln, des Sportamtes der Stadt Köln und viele andere und Interessierte mehr, Abschied vom Albert-Richter-Radstadion.

Neben der Scuderia Südstadt drehten bislang viele weitere Radsportvereine ihre Trainingsrunden in diesem wunderschönen und überdachten Freiluft-Radstadion. Ende 2021 geht diese Ära zu Ende – und Abschied nehmen tut sehr weh. Doch neben dem einen weinenden verbleibt uns in der Regel immer noch ein lachendes zweites Auge. Nach dem umfangreichen Umbau des Stadions wird an selber Stelle das Alber-Richter-VELODROM tronen.

Neben Kölsch und Bratwurst (die geht immer) erwarteten die Teilnehmer der Veranstaltung nicht nur frische Temperaturen. Etliche Radsportfreunde drehten noch schnell ihren Runde, während die Organisatoren und Offiziellen die Technik vorbereiteten und die „Interviewpartner“ einsammelten.

Ein grandioser Streifen über das Leben Albert-Richters der beiden Schüler und Nachwuchs-Filmemachern Nele Platten und Leon Küsche wurde an die eigens hierfür installierte Mega-Leinwand geworfen. Gefolgt -vom inzwischen legendären Film „Tigersprung“. Es war eine wahre Freude.

Scuderia Suedstadt Rennrad Radsport Köln Albert Richter Stadion
Binge Watching XXL – Kino-Feeling im Stadion. Eine coole Sache. Grandiose Filme. Bratwurst.
Scuderia Suedstadt Rennrad Radsport Köln Albert Richter Stadion
War der Andrang groß? Ja er wars. Weiter links – nicht zu sehen – ca. 50% der Zuschauer am Bratwurstgrill.

Was bleibt zu sagen – „Danke“ Albert-Richter-Radstadion! Wir freuen uns auf das neue Leistungszentrum und das nagelneue Albert-Richter-Velodrom. Albert Richter selbst würde wohlmöglich Augen machen und gerne selbst die erste und sodann die eine oder andere Runde im neuen Velodrom drehen.

Scuderia Suedstadt Rennrad Radsport Köln Albert Richter Stadion
Scuderia Suedstadt Rennrad Radsport Köln Albert Richter Stadion

Den kennen wir doch – Scudi Hannes. Er dreht seine nur scheinbar einsamen aber bald schon letzten Runden auf dem alten Gehölz. Dieses wird im Velodrom durch ein neues ersetzt.

Scuderia Suedstadt Rennrad Radsport Köln Albert Richter Stadion
Scuderia Suedstadt Rennrad Radsport Köln Albert Richter Stadion

Mit Wumms in die CX-Saison

Scuderia Südestadt Köln beim CX Cyclocross Cross Training

Cyclocross is here!

Cross ist nicht mehr coming, Cross ist hier:
Am Sonntag den 17. Oktober 2021 startet der NRW Cross Cup. Nicht nur die zehn dort gemeldeten Scuderisti sind heiß wie Frittenfett auf die Cyclocross-Saison.

Alle Freunde des tiefen Geläufs konnten sich bei dem Vorjahressieger bereits auf einem technischem Cross-Kurs an der Rampe des Herkulesbergs in Köln den letzten Schliff für die CX-Rennen der Saison abholen. Ob auf oder abseits der CX-Rennstrecke: Allen Matsch-Fans einen tollen Herbst und eine sichere Fahrt!

Update: Ausfahrten mit der Scuderia Südstadt

Scuderia Südstadt Radsport Rennrad in Köln

In den härtesten Phasen der Pandemie hatten wir unsere Ausfahrten zeitweise nur für unsere Mitglieder angeboten. Mittlerweile kann aber wieder jede/r mitfahren und jede/r ist willkommen. Seit einiger Zeit nutzen wir dafür unser Online-Tool „MeetUpPlanner“ auf ausfahrten.scuderia-suedstadt.de zur Organisation unserer Ausfahrten, also auch für die Feierabendrunde (Di., 18 Uhr) und Sonntagsrunde (So., 10 Uhr). 

  • Im MeetUpPlanner werden die Ausfahrten angezeigt, die angeboten werden. Man kann sich mit dem MeetUpPlanner auch schon zu Ausfahrten „anmelden“. Das ist zwar nicht zwingend nötig, wir möchten aber alle Mitfahrer*innen bitten, sich über den MeetUpPlanner anzumelden, da es uns die Organisation am Treffpunkt erleichtert.
  • Eine Zeit lang brauchte man übrigens ein Passwort, um den MeetUpPlanner aufzurufen. Das ist jetzt aber nicht mehr so. Ihr könnt euch die Ausfahrten im Planner aktuell auch ohne Passwort ansehen und euch zu Ausfahrten anmelden. Nur das Eintragen von Ausfahrten behalten wir exklusiv unseren Mitgliedern vor.
  • Bitte beachtet, wenn ihr mitfahrt, unsere aktuellen Hygieneregeln und Sicherheitstipps.
  • Ihr könnt euch nur auf die Ausfahrten verlassen, die im MeetUpPlanner eingetragen sind. Wenn dort nichts steht (auch Di., 18 Uhr bzw. So., 10 Uhr), wird wohl auch nichts angeboten. Wenn ihr dann trotzdem (ggf. zu mehreren) am Treffpunkt Severinstorburg steht, müsst ihr euch bitte selbst und auf eigene Verantwortung organisieren.
  • Unsere Guides können beim Anbieten einer Ausfahrt eine Höchstgrenze für Mitfahrer*innen festlegen. Bitte akzeptiert und respektiert diese Grenze uneingeschränkt, da sie meist aus dem persöhnlichen Gefühl der Guides entsteht, mit wie vielen Mitfahrer*innen sie sich in Bezug auf Ansteckungsrisiken wohlfühlen, vielleicht kleine Straßen/Wege befahren wollen oder auch die höhere Fahrsicherheit kleinerer Gruppen schätzen.
Scuderia Südstadt Radsport Rennrad in Köln
Vorbildliche Technik und eindeutige Einhaltung der Abstandsregeln / Foto: Vincent (@vince_cgn)